Lätare

Meditation

Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet. (Jes.66,13)

Das sind die Worte die Gott selbst zu seinem Volk Israel spricht. Gott spricht diese Worte in Zeiten der Not und der Trauer zu seinem Volk.

Der Feind hat das Land erobert. Viele Menschen sind tot, oder verschleppt, Städte zerstört. Eine hoffnungslose Situation, die in Israel herrscht. Und eben in diese Situation hinein spricht Gott sein Trostwort.

Wenn ich diese Worte höre, dann erzeugen sie in mir ein Bild. Offene Arme, Tränen, die aufhören zu fließen – Gott der uns Nahe ist und uns in den Arm nimmt. Ich glaube viel deutlicher kann man die bedingungslose Zuwendung Gottes nicht ausdrücken.

Trost und Zuspruch – beides benötigen wir in dieser Zeit. Verunsicherung und Angst herrscht in unserer Gesellschaft. Bei mir hat es ein wenig gedauert, bis ich die Situation wirklich erfasst hatte.

Es hat Zeit gebraucht, um wirklich zu realisieren was da gerade geschieht. Mit all seinen Auswirkungen und Folgen. Trost ist notwendig in diesen Tagen. Viele von uns sorgen sich um ihre Eltern, Großeltern und Familien. Auch wirtschaftliche Ängste greifen um sich.

Wie geht es weiter? Wann kann ich wieder ganz normal zur Arbeit gehen? Wird mein Betrieb das überstehen?

Mit all diesen Ängsten und Fragen stehen Sie nicht alleine. Wir alle stellen uns die gleichen Fragen. Auch wenn es in der gegenwärtigen Zeit gilt Abstand voneinander zu halten, so können wir doch auch uns gegenseitig Kraft geben.

Heute, ab dem Sonntag Lätare, um 10.45 Uhr wird die Vaterunser-Glocke klingen und wir werden mit unseren Geschwistern in den Nachbargemeinden gemeinsam das Vaterunser beten. Gemeinsam beten wir zu Gott, der zu uns sagt: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.

Als Zeichen dafür, dass wir nicht alleine sind und uns gegenseitig Kraft und Zuspruch geben wollen, wird dieser Gebetsaufruf nun an jedem Sonntag stattfinden.

Mit all Ihren Fragen und Sorgen sind Sie nicht alleine! Wir teilen gemeinsam, das was unser Herz bewegt. Und wir wenden uns gemeinsam zu dem der uns wie eine Mutter tröstet. Bei Gott haben wir unseren Platz. Jetzt bist Du dran, sagt Gott, nicht später, nicht irgendwann. Gott tröstet, vertröstet nicht. Gott schenkt mir Aufmerksamkeit, nimmt mich ernst.

In seiner Zuwendung erfahre ich Trost, werde getröstet und schöpfe neue Kraft. Leid wird so gelindert, Wunden heilen. Und auch wenn dann nicht alles wieder gut ist, spüre ich: Gott steht mir bei, immer und es wird auch eine Zeit nach Corona geben.

Gebet

Gott, der du uns Vater und Mutter bist. Deinen Trost und Zuspruch brauchen wir. Gib uns Mut und Zuversicht für die Zeit die vor uns liegt.

Gott sei du bei den Kranken.

Stille

Sei bei den Ärztinnen, Pflegern, Rettungskräften und Arzthelferinnen. Gib Ihnen Kraft.

Stille

Sei bei denen, die Verantwortung tragen in unserer Gesellschaft. Lass sie das Richtige tun.

Stille

Sei du bei unseren Familien, bei denen die uns am Herzen liegen. Halte deine Hände über sie.

Du bist ein Gott, der uns hört und sieht. Wir vertrauen auf dich.

Amen.

Wir sind für Sie da!

Pfarramt: Pfr. Simon Körber
Büro: Gerlinde Kredel

Darmstädter Str. 14
64405 Fischbachtal
Telefon: 06166 920599
Fax: 06166 920 699

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